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DRK Kreisverband Südwestpfalz
Freiwilliges Soziales Jahr
Herr Streb
22er Straße 66
66482 Zweibrücken

Telefon:

06332 / 43003

E-Mail:
fsj[at]kv-swp.drk[dot]de

Freiwilliges soziales Jahr

"Ich will nach den vielen Jahren in der Schule etwas Praktisches tun."

1.500 Jugendliche und junge Erwachsene engagieren sich jedes Jahr im FsJ.

Was ist das "Freiwilliges Soziale Jahr"?

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist ein gesetzlich abgesichertes soziales Bildungsjahr für junge Menschen. Im FSJ leisten Jugendliche praktische Arbeit in Krankenhäusern, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen oder Sozialstationen und nehmen daneben an persönlichkeitsbildenden Seminaren teil.

Wer kann teilnehmen?

Das FSJ wendet sich an junge Menschen im Alter zwischen 17 und 27 Jahren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit, verschiedene Einsatzfelder  sozialer Berufe kennen zu lernen. Sie lernen ihre eigenen Fähigkeiten einzuschätzen und erfahren, wie ihre Tätigkeit von anderen wahrgenommen und bewertet wird. Das FSJ hilft ihnen häufig, sich über ihren zukünftigen beruflichen Weg klar zu werden.

Welche Angebote macht Ihnen das DRK?

Das Deutsche Rote Kreuz bietet seit 1964 jungen Menschen die Möglichkeit, sich freiwillig sozial zu engagieren. Bisher haben etwa 16.000 junge Menschen dieses Angebot angenommen. Pro Jahr können derzeit etwa 1.500 Einsatzplätze besetzt werden.

Das "Freiwillige Soziale Jahr" in der DRK-Praxis

Der freiwillige Einsatz wird ganztägig in einer pflegerischen, erzieherischen oder hauswirtschaftlichen Tätigkeit geleitet.

Die für das DRK typischen Einsatzfeldern sind

  • Sozialstationen
  • Mobiler Sozialer Dienst
  • individuelle Betreuung von Behinderten
  • Krankenhäuser
  • Altenpflegeheime
  • gemeinnützige Werkstätten
  • Einrichtungen der Drogenhilfe
  • Jugend- und Freizeitheime
  • Kinderheime
  • Kurheime
  • Flüchtlingsheime

Wie finden Sie die richtige Einsatzstelle?

Das DRK bietet aufgrund der Vielzahl von Einrichtungen gute Möglichkeiten, eine den individuellen Interessen und Fähigkeiten der Jugendlichen entsprechende Einsatzstelle zu finden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter klären dies in einem persönlichem Gespräch mit den Interessenten. Es besteht in vielen Fällen die Möglichkeit, einen Tag lang bei der vorgesehenen Einsatzstelle zu hospitieren.

Der Einsatz beginnt in der Regel am 1. September eines Jahres (Ausnahmen sind bei einigen Trägern möglich). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein monatliches Taschengeld. Unterkunft und Verpflegung werden gestellt bzw. erstattet. Für die Zeit des FSJ gilt eine beitragsfreie Sozialversicherung.

Freiwilliges Soziales Jahr in Großbritannien

Seit 1995 bietet das Deutsche Rote Kreuz jungen Menschen auch die Möglichkeit, ein "Freiwilliges Soziales Jahr" in Großbritannien abzuleisten. Dazu wurden Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, der Behinderten- und Altenhilfe in drei Regionen Englands - West-Kent, Merseyside und Lancashire - ausgewählt.

Jährlich stehen etwa dreißig Einsatzplätze zur Verfügung.

Die Einsatzbedingungen entsprechen denen des FSJ in der Bundesrepublik. Der Einsatz in Großbritannien wird in vollem Umfang nach dem "Gesetz zur Förderung eines freiwilligen soziales Jahres" anerkannt.

Wo kann ich mich bewerben?

FSJ-Einsatzplätze in Großbritannien werden zentral über das Generalsekretariat des DRK in Berlin besetzt.

Über unser Kontaktfeld rechts erhalten Sie Hinweise auf entsprechende Einsatz- und Beratungsmöglichkeiten in Ihrer Nähe. Gerne informieren wir Sie über die praktischen Bedingungen und Einsatzfelder im DRK.

Was ist der "Europäische Freiwilligendienst"?

Seit 1996 bietet das Rote Kreuz jungen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren die Möglichkeit, am "Europäischen Freiwilligendienst" teilzunehmen.

Im Rahmen des "Europäischen Freiwilligendienstes" können sich Jugendliche sechs bis zwölf Monate in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland freiwillig für andere Menschen engagieren. Sie erhalten eine fachliche Einführung und eine Betreuung durch das aufnehmende Projekt.

Wer kann teilnehmen?

Der Europäische Freiwilligendienst ist für alle Jugendlichen im Alter von 18 bis 25 Jahren gedacht, die in der Europäischen Union wohnen. Interessierte Jugendliche  müssen bereit sein, sich für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten aktiv in einem gemeinnützigen Projekt zu engagieren. Sie sollten bereit sein,  sich auf eine andere Kultur und andere Lebensumstände einzustellen und von anderen zu lernen.

Weitere Voraussetzungen gibt es nicht. Fremdsprachenkenntnisse können hilfreich sein, aber das Rote Kreuz organisiert auch Sprachkurse oder andere Formen der Unterstützung vor Ort. Schulabschlüsse und Zeugnisse spielen keine Rolle. Berufliche (fachliche) Vorerfahrungen sind nicht erforderlich - aber natürlich auch nicht hinderlich. Wer bereits im Jugendrotkreuz, im Roten Kreuz oder in anderen Organisationen mitgemacht hat, wird es erfahrungsgemäß leichter haben, den "Europäischen Freiwilligendienst" für andere und für sich selbst zu einem Erfolg zu machen.

Wo werden europäische Freiwillige eingesetzt?

Aus dem Kreis der europäischen Rotkreuzgesellschaften beteiligen sich derzeit am "Europäischen Freiwilligendienst" die Rotkreuzgesellschaften in Deutschland, Finnland, Großbritannien, Irland, Italien,  Schweden und Spanien; weitere werden bald hinzu stoßen.

Einsatzplätze des Roten Kreuzes waren bisher u.a. in

  • Einrichtungen der Jugendarbeit, in Jugendclubs usw.
  • Einrichtungen der Rehabilitation und Pflege von Alten, Behinderten und Kranken
  • der Betreuung von Asylbewerbern
  • der Arbeit mit (ehemals) Drogenabhängigen
  • in Sozial- und Kulturzentren
  • im Rettungsdienst, in der Strandüberwachung usw.

Wie sieht der EFD in der Praxis aus?

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten freie Unterkunft und Verpflegung am Einsatzort sowie ein monatliches Taschengeld, das je nach Einsatzland  zwischen etwa 140 und 230 Euro liegt.

Die Freiwilligen sind während der gesamten Dauer ihres Einsatzes unfall- , kranken- und haftpflichtversichert. Alle  Kosten für die Teilnahme an den Vor- und Nachbereitungs-Seminaren sowie die An- und Abreisekosten zum Einsatzort werden erstattet.

Weitere Informationen und Anmeldung über das DRK-Generalsekretariat, Carstennstraße 58, 12205 Berlin, Ines Weichbrodt (Tel. 030/85404-394).

...und wenn europäische Freiwillige bei uns im DRK eingesetzt sind?

Mehrere Orts- und Kreisverbände des DRK oder Gruppen des Jugendrotkreuzes nehmen mehr oder weniger regelmäßig europäische Freiwillige aus anderen Ländern auf. Diese Jugendlichen sind zumeist sehr dankbar, wenn sie von Freiwilligen des DRK (vor allem auch des Jugendrotkreuzes) dabei unterstützt werden, Kontakte am Einsatzort aufzubauen und das Leben "außerhalb ihres Einsatzes" in Deutschland kennen zu lernen.

Über unser Kontaktfeld rechts erhalten Sie nach Eingabe Ihrer Postleitzahl Hinweise auf die teilnehmenden Orts- und Kreisverbände in Ihrer Nähe und zusätzliche Hintergrundinformationen über das Engagement des DRK im "Europäischen Freiwilligendienst".  

Mit welchen Zielen engagiert sich das DRK im "Europäischen Freiwilligendienst"?

Das DRK beteiligt sich seit 1996 am "Europäischen Freiwilligendienst". Es hat von Beginn an eine koordinierende Rolle für die europäischen Rotzkreuzgesellschaften übernommen.

Der "Europäische Freiwilligendienst" ist ursprünglich eine Initiative der Europäischen Union. Die Europäische Kommission begann 1996,  neben ihren anderen jugendpolitischen Programmen ("Jugend für Europa", "Erasmus" u.a.) allen Jugendlichen die Chance anzubieten, durch einen mehrmonatigen Aufenthalt im Ausland und durch die Mitarbeit in einem gemeinnützigen Projekt "Europa"  hautnah zu erfahren. Das Europäische Parlament und die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten haben dieses neue Programm von Anfang an unterstützt.

In der Praxis stützt sich die Europäische Kommission dabei auf eine große Zahl ganz unterschiedlicher Entsendeorganisationen und Einsatzprojekte. Die europäischen Rotkreuzgesellschaften gehörten zu den ersten, die sich erfolgreich für das Programm engagierten.

Für das DRK steht dabei das Ziel im Vordergrund, Jugendlichen durch den Freiwilligeneinsatz eine praktische interkulturelle Erfahrung zu ermöglichen und Einblick in die Arbeit anderer Rotkreuzeinrichtungen zu verschaffen. Der EFD  entspricht damit den Ansätzen, die auch in den anderen Programmen des DRK im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe entwickelt worden sind.

Daneben kann der "Europäische Freiwilligendienst" auch helfen, den praktischen  Erfahrungsaustausch zwischen Rotkreuzprojekten aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen voran zu bringen.

Das DRK-Generalsekretariat berichtet ab Sommer 2000 auf einem eigenen Website über die aktuellen Entwicklungen.