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Beistand bei der Blutspende

Ein Bericht von Manuel Windsperger
Erschienen in der "Rheinpfalz" vom 16.Juli 2011
Um Neulingen die Angst vor der ersten Blutspende zu nehmen, hat ihnen die DRK Bereitschaft Contwig am Donnerstag in Rieschweiler-Mühlbach einen speziellen Betreuer zur Seite gestellt. 17 Neuspender nutzten diesen Service.
 
"Gerade in den Sommermonaten und vor allem in den Ferien ist es wichtig, genügend Spender zu finden", sagt Kai Harstick, der die Contwiger Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) leitet.
Denn viele Leute sind dann in Urlaub, die Blutkonserven werden knapp. Immer mehr Spender erreichen zudem das Höchstalter von 68 Jahren,
Harstick beachtet, dass die Spendebereitschaft jüngst durch Aufrufe in der Zeitung und den Einsatz eines Lautsprecherwagens jedoch wieder gespiegen sei.
"Vor einigen Jahren waren es in Rieschweiler-Mühlbach 13 Spender pro Termin, heute kommen zwischen 50 und 60 regelmäßig."
Um noch mehr Freiwillige anzulocken, setzte das DRK am Donnerstag einen so genannten Neuspenderscout ein.
Dominik Müller, selbst erfahrener Spender und einer der 113 Einsatzkräfter der DRK-Bereitschaft, war an diesem Abend der Ansprechpartner für die Neulinge.
"Wir wissen, wie wir beim Spenden behandelt werden wollen", sagt Müller und leitet daraus sein Handeln ab, da noch niemand in der DRK-Bereitschaft Contwig eine spezielle Ausbildung als Neuspenderscout habe.
"Ziel ist es, dass die Leute nach dem Spenden zufrieden sind", so Müller.
Lange musste er nicht auf seine erste Betreuung warten. Ursula Sprau aus Rieschweiler-Mühlbach wurde von einem Stammspender geworben und hatte in der Zeitung gelesen, dass Spender gebraucht werden. "Ich hab' nicht gewusst, dass es so einen Betreuer gibt, aber er konnte helfen", sagt sie nach ihrer ersten Blutspende.
"Wenn ich anderen Leuten helfen kann, mach ich das. Ich freue mich, wenn mir auch geholfen wird", erklärt Christopher Fischer, ebenfalls aus Rieschweiler-Mühlbach, warum er zur Blutspende ging.
Die Idee, Erstspender speziell zu betreuuen, findet er gut - "weil man Angst hat, was auf einen zukommt".
So sieht es auch Dominic Jäger aus Rieschweiler-Mühlbach, der erst am Donnerstagabend durch den Lautsprecherwagen von dem Termin erfuhr. Auch er wandte sich direkt an Dominik Müller.
Die DRK-Bereitschaft konnte am Donnerstag 17 Neuspender begrüßen. 65 Spender kamen insgesamt zum unentgeltlichen Aderlass.
"Das ist spitzenmäßig, gerade in den Ferien!", freut sich Harstick.

28. Juli 2012 15:40 Uhr. Alter: 8 Jahre